Hans Ellger: Ein Barackenlager am Friedrichshulder Weg - ein Frauenaußenlager des
Konzentrationslagers Neuengamme

© Hans Ellger

"Wir gedenken der Mädchen und Frauen, die hier im KZ 'Eidelstedt' unter dem Terror der Nazis litten." So ist es auf dem Gedenkstein zu lesen, der 1985 von der Gesamtschule Glückstädter Weg, heute Geschwister-Scholl-Gesamtschule, am Rande des ehemaligen Lagergeländes errichtet wurde. Die Existenz dieses Außenlagers war fast vierzig Jahre lang verdrängt und vergessen worden. Erst Ende der siebziger Jahre beschäftigten sich die in der Nähe des früheren Außenlagers liegenden Kirchengemeinden zum ersten Mal mit diesem Lager. Eine Versammlung von Neofaschisten im Februar 1978 und das bereits eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Lagerleiter Walter Kümmel veranlasste die Emmaus-Kirchengemeinde, gemeinsam mit der Auferstehungskirchengemeinde, beide ansässig in Hamburg-Lurup, einen Arbeitskreis gegen Neofaschismus zu gründen und mit Hilfe einer Broschüre die nationalsozialistische Vergangenheit des Stadtteils der Öffentlichkeit bewusst zu machen. Im Rahmen eines Schülerwettbewerbs "Deutsche Geschichte" verfasste Matthias Hütgens 1983 die erste Darstellung über das Außenlager Hamburg-Eidelstedt. In seiner Arbeit beleuchtet er viele wichtige Aspekte des Lebens auch außerhalb des Lagers wie beispielsweise die Umgebung des Lagergeländes, die unterschiedlichen Beziehungen der ehemaligen Häftlinge zu den dortigen Anwohnern sowie die verschiedenen Orte, an denen die Gefangenen arbeiten mussten.
Ein Jahr später entschloss sich eine Lehrerin an der damaligen Gesamtschule Glückstädter Weg, ein jahrgangsübergreifendes Projekt zum Thema Nationalsozialismus im Stadtteil durchzuführen. Mit Hilfe der Schülerarbeit von Matthias Hütgens und vorhandenen Materialien aus der KZ-Gedenkstätte Neuengamme fertigten Schülerinnen und Schüler eine Ausstellung über dieses Lager an und initiierten die Errichtung des heutigen Gedenksteins. Als ehemaliger Schüler der Gesamtschule Glückstädter Weg war ich selbst an der Vorbereitung und Durchführung dieses Projektes beteiligt, was nicht zuletzt ausschlaggebend für eine weitere Beschäftigung mit der Geschichte dieses Lagers während meines Studiums war. Im Rahmen meines ersten Staatsexamens am Fachbereich Geschichte der Universität Hamburg habe ich versucht, einen Teil der Struktur des Lagers und die Lebensbedingungen, denen die Jüdinnen aus Osteuropa ausgesetzt waren, zu rekonstruieren. Mit Hilfe der sechzehn Bände des Ermittlungsverfahrens beim Landgericht Hamburg gegen Walter Kümmel, überlieferten Dokumenten und einigen Interviews, die von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in den neunziger Jahren geführt worden sind, ist es mir gelungen, einen Teil der Geschichte dieses Lagers zu beleuchten. Im Zuge meines Promotionsprojektes habe ich dann auf meinen Interviewreisen nach Schweden, Israel und Canada die Gelegenheit gehabt, Überlebende des ehemaligen Frauenaußenlagers Hamburg-Eidelstedt persönlich kennen zulernen und interviewen zu können. Bei dem nun folgenden Überblick über die wichtigsten Strukturen des Lagers Hamburg-Eidelstedt sowie über die dortigen Lebensbedingungen der jüdischen Häftlinge möchte ich davon berichten, was mir die Überlebenden bei meinen Besuchen über die Ereignisse im Lager Hamburg-Eidelstedt erzählt haben. Neben diesen Interviews und den Erinnerungsberichten, die in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme archiviert sind, stellt außerdem der von Hedi Fried 1995 veröffentlichte Erinnerungsbericht über die Ereignisse im Lager Hamburg-Eidelstedt eine sehr wichtige Quelle dar. Hedi Fried wurde als rumänische Jüdin 1944 aus ihrer Heimatstadt Sighet verschleppt und nach Auschwitz deportiert. Im Konzentrationslager Auschwitz wurde sie zusammen mit ihrer Schwester für die Zwangsarbeit in Norddeutschland ausgewählt. Sehr eindrucksvoll berichtet sie von den Lebensverhältnissen im Außenlager Hamburg-Eidelstedt, dem täglichen Arbeitseinsatz außerhalb des Lagers sowie der menschenverachtenden Behandlung der Jüdinnen durch die Nationalsozialisten.

Das Außenlager Hamburg-Eidelstedt befand sich am Friedrichshulder Weg, im heutigen Stadtteil Hamburg-Lurup. Während des Krieges gehörte das Gebiet des Barackenlagers zu dem benachbarten Stadtteil Hamburg-Eidelstedt, wonach das Lager seinen Namen erhielt. Das Lager befand sich am Rande der Eidelstedter Heide in einer eher spärlich bewohnten und bebauten Gegend. Die in der Nähe liegende Feldmark wurde von den dort ansässigen Bauern für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Damals wie auch heute führte direkt am Lagergelände die Bahnstrecke von Hamburg in Richtung Norden vorbei. Der Bahnhof Eidelstedt, einer der größten Verschiebebahnhöfe der damaligen Zeit, lag in unmittelbarer Nähe des Außenlagers. Nicht weit vom Bahnhof befanden sich die sogenannten Eisenbahnerhäuser, in denen Beschäftigte der Deutschen Reichsbahn lebten. Infolge der großen Arbeitslosigkeit von 1929 bis 1936 veränderte sich die Struktur der eher dünn besiedelten Eidelstedter Feldmark. Neben Bauern und Arbeitern der Deutschen Reichsbahn zogen zunehmend auch ärmere Menschen der Hamburger Bevölkerung in das Gebiet, da sie die teuren Mieten der Stadtmitte nicht mehr bezahlen konnten. Außerdem flohen im Zuge der großen Bombenangriffe auf Hamburg im Sommer 1943 immer mehr Menschen in die Randgebiete der Stadt oder wurden als Ausgebombte und Flüchtlinge nach Eidelstedt und Lurup gebracht. Um die Bombenopfer in diesen Stadtteilen unterbringen zu können, wurden ab 1943 Behelfsunterkünfte, sogenannte Plattenbauhäuser errichtet, was eine dichtere Besiedlung der Stadteile Eidelstedt und Lurup ab 1943 zur Folge hatte.

Es ist heute sehr schwierig, genaue Angaben darüber zu machen, wann das ehemalige Barackenlager, das ab 1944 zum Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme wurde, errichtet worden ist, da die Nationalsozialisten alle hierfür relevanten Unterlagen bei Kriegsende vernichtet haben. Nach den Erinnerungen früherer Anwohner und einiger Überlebender sollen vor der Ankunft der Jüdinnen in den Holzbaracken ab 1943 italienische Kriegsgefangene gelebt haben, die dort zum Bau von Plattenbauhäusern abkommandiert worden waren.
Auch die Frage nach dem ehemaligen Besitzer dieses Lagers ist auf den ersten Blick nicht eindeutig zu beantworten. In der Regel wurden Außenlager von Konzentrationslagern unmittelbar in der Nähe eines Industriebetriebes oder direkt auf dem Gelände der Fabrik errichtet, in denen die Häftlinge zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden. Dies ist bei dem Außenlager Hamburg-Eidelstedt so nicht erkennbar. Der Standort des Lagers an der Bahnlinie und die verschiedenen Aufgabenbereiche der Frauen - wie spätere Ausführungen noch zeigen werden - ließen aber immer vermuten, dass der Besitzer bzw. Betreiber dieses Lagers die Deutsche Reichsbahn war. Erst der Fund eines Kaufvertrages vom 23.09.1942 im Hamburger Grundbuchamt bestätigte diese Vermutung, worin es heißt: "Zwischen der Vereinsbank in Hamburg, Hamburg, nachstehend kurz ‚Vereinsbank' genannt und der Deutschen Reichsbahn, vertreten durch die Reichsbahndirektion Hamburg, nachstehend kurz ‚Reichsbahn' genannt, wird folgender Vertrag geschlossen: Die Reichsbahn erwirbt für das Deutsche Reich, Reichsbahneisenbahnvermögen, von der Vereinsbank das Flurstück zu 6/2, Flur 12 der Gemarkung Eidelstedt, eingetragen im Grundbuch von Eidelstedt Band 41 Blatt Nr. 1909 in Größe von 2261 qm, frei von Schulden und Lasten, zum vollen unbeschränkten Eigentum. Der Kaufpreis beträgt RM 0,70 je qm, mithin für 2261 qm = RM 1582,70 ..." Damit kann mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass das Lager Hamburg-Eidelstedt tatsächlich der Deutschen Reichsbahn gehörte.

Das Lager selbst bestand aus zwei großen Schlafbaracken, jeweils mit mehreren Schlafsälen, und einer weiteren großen Baracke, in der sowohl der Waschraum und die Latrinen als auch die Wäscherei und der Vorratsraum untergebracht waren. Innerhalb des Lagergeländes gab es ein Krankenrevier sowie eine Bekleidungskammer und eine Kantine für die Häftlinge. Die Lagerbaracken waren schätzungsweise auf einem Gebiet von 120 und 150 Metern Länge und 80 Metern Breite aufgestellt. In der Mitte befand sich der Lagerplatz. Das gesamte Gelände war von einem mit Starkstrom geladenen Stacheldrahtzaun umschlossen. An den Ecken des Lagers standen Wachtürme, von denen aus das Lager bewacht wurde. Außerhalb des Lagers, gegenüber dem Haupteingang, wurde für das Bewachungspersonal ein Luftschutzbunker errichtet; direkt daneben befand sich das Gebäude für die Lagerbewachung mit den Schlafräumen für die Lagerleitung. Ebenfalls außerhalb des Lagers lagen die Wirtschaftsräume des Bewachungspersonals, wo sich neben dem Speiseraum und der Küche auch der Proviantraum für die Lebensmittel der Häftlinge befand.

hier die Lagerskizze (größere Ansicht durch Draufklicken)

© Archiv KZ Gedenkstätte Neuengamme

Im Außenlager Hamburg-Eidelstedt waren 500 ausschließlich jüdische Frauen aus Ost- und Südosteuropa inhaftiert. Einige von ihnen kamen aus der Tschechoslowakei, doch die meisten der jüdischen Frauen waren ursprünglich in Ungarn zu Hause. Bevor die Frauen 1944 in das Außenlager Hamburg-Eidelstedt kamen, befanden sie sich in verschiedenen Ghettos und Konzentrationslagern. Die tschechischen Frauen wurden nach einem längeren Aufenthalt im Ghetto Theresienstadt seit Herbst 1943 bzw. Frühjahr 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Die ungarischen bzw. rumänischen Jüdinnen gelangten aus verschiedenen Ghettos vermutlich im Mai bzw. Juni 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz. Von dort wurden sie gemeinsam Mitte Juli 1944 nach Hamburg gebracht. Nach kurzen Aufenthalten in zwei weiteren Frauenaußenlagern von Neuengamme wurden sie dann im September 1944 in das Lager Hamburg-Eidelstedt eingeliefert. In einem überlieferten Bericht des SS-Standortarztes Dr. Alfred Trzebinski über den Krankenstand im Lager Neuengamme vom 29.03.1945 wird die Häftlingszahl für das Außenlager Hamburg-Eidelstedt mit 469 Frauen angegeben. Die Diskrepanz zwischen den unterschiedlichen Zahlenangaben läßt sich mit dem Straßenbahnunglück vom 01. März 1945 erklären. An diesem Tag leistete ein Großteil der Frauen des Lagers Hamburg-Eidelstedt Aufräumungsarbeiten in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes. Nach der Arbeit fuhren sie mit der Straßenbahn in Richtung Eidelstedt zurück. Aufgrund eines starken Sturmes stürzte eine große sechsstöckige Häuserruine auf die fahrende Straßenbahn und begrub die vorderen Wagen des Zuges unter sich. In der Hamburger Zeitung war über das Unglück am 02.03.1945 zu lesen: "Folgenschweres Unglück: Durch den herrschenden Sturm stürzte am 01. März 1945 in der Straße Steindamm die Vorderfront eines Hauses in dem Augenblick auf die Fahrbahn, als ein Sonderzug der Straßenbahn mit Lagerinsassen in Richtung Hauptbahnhof an diesem Haus vorbeifuhr. Durch die herabfallenden Brocken wurden der Straßenbahnfahrer, zwei Mann Überwachung und 14 Häftlinge getötet, mehrere Personen schwer bzw. leicht verletzt". Dr. Loheac, der als französischer Häftling im Stützpunktlager Spaldingstraße als Arzt tätig war, wurde mit der medizinischen Versorgung der Jüdinnen im Lager Hamburg-Eidelstedt beauftragt, da es verboten war, jüdische Häftlinge in ein öffentliches Krankenhaus einzuliefern. Er erinnert sich, dass 14 Frauen sofort tot und 74 Häftlinge teilweise schwer verletzt waren. Viele Frauen hatten Schnittwunden im Gesicht und am Kopf, andere Häftlinge erlitten teilweise komplizierte Knochenbrüche an Armen und Beinen. Da eine Behandlung der Frauen aufgrund des wenig vorhandenen medizinischen Materials nahezu unmöglich war, erlagen weitere Jüdinnen ihren Verletzungen einige Tage nach dem Unglück. Helena Katz und Hanna Löwenstein, die sich mehrere Rücken- und Halswirbel gebrochen beziehungsweise schwere Kopfverletzungen zugezogen haben, wurden erst nach ihrer Befreiung ausreichend medizinisch versorgt.

Über den Zeitpunkt der Ankunft der Frauen im Lager Hamburg-Eidelstedt gibt es unterschiedliche Angaben. Bisherige Darstellungen über die Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme gehen davon aus, dass das Lager Hamburg-Eidelstedt erst ab Oktober 1944 belegt wurde. Dies muss aufgrund von Zeitzeugenaussagen bezweifelt werden. So erinnern sich einige Jüdinnen, dass sie bereits am 27. September 1944 nach Eidelstedt transportiert wurden. An diesem Tag war Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag. Paula Hermann, die im Lager Hamburg-Eidelstedt inhaftiert war, berichtet folgendes: "Und gerade am Jom Kippur wurde uns mitgeteilt, dass wir in ein neues Lager übersiedeln. Nach einer gründlichen Durchsuchung unserer armen Bündel landeten wir auf dem Fußboden von offenen Lastwagen. Kaum hatte die Fahrt begonnen, da fing es an zu regnen und zu hageln. Wir waren vollkommen nass und der Hagel schlug auf unsere Köpfe. Der Hunger, die Kälte und die Verzweiflung hat uns beherrscht. 'Warum, warum werden wir so gestraft an diesem heiligen Tag?' Und alle haben wir bitter geweint. Das neue Lager befand sich in Edelstadt, wo uns auch keine Freude erwartet hat ..." Auch Hedi Fried, Franzis Adler und Esther Rosenbaum berichten von der Verlegung in das Außenlager Hamburg-Eidelstedt in den Abendstunden des Jom Kippur. Sie alle können sich an die Verlegung noch sehr genau erinnern, da sie trotz der harten Arbeitsbelastung an der jüdischen Tradition festhielten und an diesem Feiertag fasteten. Am Abend des Jom Kippur kehrten die Frauen völlig ausgehungert und erschöpft von ihrer Arbeit in das Lager zurück, in der Erwartung, bald ihre Abendsuppe zu erhalten. Doch ihre Erwartung wurde von der SS enttäuscht, da alle Häftlinge noch vor der Verteilung der Suppe in ein anderes Lager überstellt werden sollten. Diese Verlegung ist den Frauen aufgrund der enormen körperlichen Belastung sehr genau in Erinnerung geblieben.

Bereits im Außenlager Wedel hatte Walter Kümmel als Lagerleiter die Gruppe der etwa 500 weiblichen jüdischen Häftlinge übernommen. Walter Kümmel trat Anfang 1934 als 28jähriger in die Allgemeine SS ein. 1937 wurde er Mitglied der NSDAP. Nach seiner freiwilligen Meldung im April 1941 wurde er von der Waffen-SS zur militärischen Grundausbildung einberufen. Aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigung wurde Walter Kümmel zunächst zum Wachbataillon des Konzentrationslagers Sachsenhausen abkommandiert und bereits nach wenigen Monaten in das Konzentrationslagers Neuengamme versetzt, wo er als Telefonist im Bataillonsgeschäftszimmer tätig war. Während seiner Amtszeit in Neuengamme nahm Kümmel an zwei Unterführerlehrgängen teil, durch die er eine intensive militärische Ausbildung erhielt. Mit der Beförderung zum Unterscharführer am 01.12.1943 beendete er seine Ausbildung und wurde Blockführer im Schutzhaftlager des Hauptlagers Neuengamme. Nach seinem Aufstieg vom Blockführer zum 2. Rapportführer des Hauptlagers im Februar 1944 wurde Kümmel als Leiter eines Bombensuchkommandos, das aus Häftlingen des Konzentrationslagers Neuengamme gebildet wurde, nach Kiel abkommandiert. Mit seiner dortigen Ablösung im Spätsommer 1944 übernahm Walter Kümmel die Funktion des Lagerleiters der Außenlager Wedel und Hamburg-Eidelstedt. Kurz nach dem Einmarsch der englischen Truppen in Hamburg geriet er Anfang Mai 1945 während seiner Flucht durch Schleswig-Holstein in britische Gefangenschaft. Nach den Erinnerungen vieler ehemaliger Häftlinge war Kümmels Verhalten gegenüber den jüdischen Frauen von einer besonderen Strenge und Brutalität geprägt. Er schikanierte sie in vielerlei Hinsicht, beispielsweise durch langes Appellstehen im Winter bei kaltem Wetter. Schon geringste Verstöße der Häftlinge gegen die Lagerordnung oder auch das heimliche "Organisieren" von etwas Essbarem während der Arbeitszeit bestrafte Kümmel durch Stockschläge sehr hart. Er benutzte dabei einen Gummiknüppel, den er "Wahrsager" nannte. "Er nannte ihn ‚Wahrsager', weil er damit so lange prügelte, bis er das, was er erfahren wollte, zu wissen bekam" - berichtet eine Überlebende.
Innerhalb des Lagers wurden die jüdischen Frauen von SS-Aufseherinnen und außerhalb des Lagers von ehemaligen Zollbeamten bewacht, die aufgrund von Personalmangel innerhalb der SS zu dieser Tätigkeit ab August 1944 verpflichtet worden waren. Die Zöllner waren, neben der Bewachung des Lagerzauns, auch für die Begleitung der Häftlinge zu ihren Arbeitsplätzen zuständig. Sie SS-Aufseherinnen übten innerhalb des Lagers die direkte Herrschaft über die weiblichen Häftlinge aus. Sie kontrollierten die Schlafsäle, beaufsichtigten die Verteilung des Essens, organisierten zusammen mit Walter Kümmel das Appellstehen, begleiteten aber auch einige Häftlinge zu ihrem Arbeitsplatz.

Der Alltag der jüdischen Frauen im Außenlager Hamburg-Eidelstedt war ausnahmslos geprägt durch den täglichen Einsatz zur Zwangsarbeit. Jeden Morgen nach dem "Frühstück", das aus einer kaffeeähnlichen Flüssigkeit bestand und dem Appell verließen die verschiedenen Arbeitskommandos das Lager. Während ein paar wenige Frauen im Bereich der Küche, des Krankenreviers, der Schreibstube oder zu Reinigungsarbeiten in den SS-Unterkünften innerhalb des Lagers eingesetzt wurden, arbeiteten die meisten Frauen bereits von Tagesanbruch an außerhalb des Lagers. Die jüdischen Frauen wurden hauptsächlich für den Bau von Plattenbauhäusern bzw. Behelfswohnheimen für ausgebombte Hamburger Familien und später auch für die Beseitigung von Trümmern im Hamburger Stadtgebiet eingesetzt. Ein Teil der Literatur, die sich mit der Geschichte der Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme auseinandersetzt, behauptet, dass die jüdischen Frauen des Außenlagers Hamburg-Eidelstedt u.a. auch in der Flugzeug- und in der Munitionsindustrie der Kriegswirtschaft beschäftigt waren. Dafür gibt es anhand der vorhandenen Quellen keine Anhaltspunkte. Weder die Überlebenden noch Walter Kümmel oder andere Personen des Bewachungspersonals, deren Aufgabe es war, täglich die jüdischen Frauen in ihren Arbeitsbereich einzuteilen und sie zu ihrem Arbeitsplatz zu begleiten, können sich an solch einen Arbeitseinsatz erinnern.
Hedi Fried berichtet über ihre Arbeit folgendes: "Meine Gruppe wurde zu einem Arbeitsplatz kommandiert, einer Baustelle. Man errichtete dort kleine Häuser für die Ausgebombten, und wir mussten bei jeder Art von Arbeit helfen. Die härteste, aber auch begehrteste, war das Schleppen der fünfzig Kilo schweren Zementsäcke vom Lager zum Baugrund. Die hatte den Vorteil, dass man einige hundert Meter alleine gehen konnte." Frühere Anwohner des Lagers Hamburg-Eidelstedt und ehemaliger Bewohner solcher Plattenbauhäuser erinnern sich, dass die KZ-Häftlinge diese Behelfsunterkünfte in unmittelbarer Umgebung des Lagers am Kleiberweg, am Friedrichshulder Weg und im Furtweg errichteten. Mit Hilfe eines eigens dafür angelegten Schienennetzes wurden die Baumaterialien nach der Anlieferung vom Bahnhof Eidelstedt zu den jeweiligen Bauplätzen gebracht. "Herr B. berichtet weiter, dass am Friedrichshulder Weg hinter den Eisenbahnerhäusern eine Abladestelle war. Dort war von der Eisenbahn ein Gleis hingelegt worden. Das ganze Gebiet war wie ein Spinnennetz überzogen mit Lorenschienen. Man hatte zwei oder drei kleine Diesellokomotiven und große Loren. Kleingeklopfte Mauersteine, Zement und Sand wurden herangefahren und umgeladen und auf die einzelnen Baustellen verteilt. Vorne am Friedrichshulder Weg war eine Zementfabrik, wo die Platten, Steinbalken und Träger für die Häuser angefertigt wurden. Die Frauen mussten überall mitarbeiten und wurden dabei scharf bewacht ..." Esther Rosenbaum ging jeden morgen für zwei Stunden in diese Zementfabrik, wo sie zunächst Kohlen in die Öfen der kleinen Lokomotiven schaufeln musste. Danach schob sie zusammen mit drei anderen Frauen kleine Loren mit Baumaterialien wie Platten, Zement und Werkzeug zu den Arbeitsplätzen. Edith Mayer und Chaja Ofer gehörten zu den sogenannten Kiesfahrerinnen, deren Aufgabe es war, beladene Loren mit Kies und Sand zu den Bauplätzen zu schieben. Auf den Baustellen haben die Jüdinnen unter Anleitung von deutschen Meistern die Häuser vom Fundament bis zum Dach gebaut. Hanna Löwenstein musste die einzelnen Betonplatten aneinander befestigen, und Franzis Adler gehörte zu der Gruppe der Maurerinnen. Die frühere Bewohnerin einer solcher Behelfsunterkunft Frau F., die 1944 mit ihrer Familie in Hamburg-Barmbek ausgebombt wurde und in die Eidelstedter Heide zog, kann sich gut erinnern, dass eine Gruppe Frauen die Gräben für die Wasserleitung ihres Hauses ausheben musste. Mit Hilfe der italienischen Kriegsgefangenen und den KZ-Häftlingen ließ die Deutsche Reichsbahn zwischen 1943 und 1945 etwa 150 solcher Behelfswohnheime für ihre ausgebombten Angestellten im Umkreis des Eidelstedter Bahnhofs errichten.
Gegen Ende des Krieges wurden viele Frauen des Lagers Hamburg-Eidelstedt mit der Beseitigung von Trümmern nach den Bombenangriffen auf die Stadt Hamburg beauftragt. "Es war eine Zeit schwerer Bombardements, und Livi und ich räumten mit fünf oder sechs anderen zusammen irgendwo außerhalb des Lagers Ruinen auf. Wir wurden mit der Sonderstraßenbahn dorthin gefahren, und Livi und ich saßen immer im vordersten Wagen, zusammen mit unseren engsten Freundinnen ..." Leider können sich die Frauen an die meisten Stadtteile, in denen sie Aufräumungsarbeiten leisten mussten, nicht mehr erinnern. Ein Teil der Frauen wurde zeitweise zu Aufräumungsarbeiten am Eidelstedter Bahnhof verpflichtet. Gerade bei größeren Bombenangriffen wurde der verkehrswichtige Rangierbahnhof oftmals zerstört.
Je nach Wetterlage wurden einige weibliche Häftlinge während des Winters 1944/45 auch zum Schneeräumen am Altonaer Bahnhof und dem Hamburger Hauptbahnhof eingesetzt. "Die ganze Nacht über schneite es, und am nächsten Tag wurden meine Gruppe und ich mit der Straßenbahn zum Hamburger Hauptbahnhof gebracht, um die Straßen zu räumen. Die Morgensonne schien auf die Ruinen rings umher, aber der Bahnhof selbst war erstaunlich intakt. Die Uhr zeigte zehn nach acht. Wir arbeiteten schweigend. Zwischen den Spatenstichen blies ich ein bisschen Wärme in meine gefrorenen Finger. Der tiefe Schnee verschluckte die Geräusche um uns her. Wir hörten kaum die wenigen Fahrzeuge, die zu sehen waren. Rotbäckige Leute in warmen Kleidern eilten vorüber, scheinbar ohne uns zu bemerken, obwohl sie uns sehen mussten. Was dachten sie, als sie uns sahen: bis zum Skelett abgemagerte Frauen, in dünner Kleidung, tief gebeugt, Schnee schaufelnd? Oder sahen sie uns nicht? Man sieht nicht, was man nicht sehen will. Wenige Leute hielten an und beobachteten uns, aber niemand kam näher oder stellte Fragen. Später würden sie sagen, sie hätten nichts gewusst. Und noch später, dass alles eine Lüge war. - Den ganzen Tag schaufelten wir Schnee, mit einer Pause für eine Suppe am Mittag, die uns eine Weile wärmte. Ansonsten hielten wir unseren Körper warm, indem wir härter arbeiteten, es war jedoch schwierig, die Hände und Füße vor dem Erfrieren zu bewahren. Wir stampften mit den Füßen, schwangen die Arme und steckten den Finger in den Mund. Dennoch bekamen wir viele Frostbeulen. Aber schließlich ging auch dieser Tag zu Ende ..."
In der Regel mussten die Jüdinnen acht bis zehn Stunden am Tag außerhalb des Lagers arbeiten. Besonders in den Wintermonaten richtete sich die Arbeitszeit nach der Helligkeit. Nach der Rückkehr der Häftlinge ins Lager am Nachmittag war der Arbeitstag für die völlig ermüdeten Frauen oft aber noch nicht zu Ende, da nach dem Abendappell Reinigungsarbeiten in den Baracken und auf dem Lagergelände zu erledigen waren. Am Sonntag mussten die weiblichen Häftlinge - abgesehen von den letzten Kriegswochen - keiner Arbeit außerhalb des Lagers nachgehen. Allerdings bedeutete ein "freier" Sonntag keine Erholung für die Frauen, da Kümmel diesen Tag oft für besondere Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten oder stundenlange Zählappelle benutzte.
Neben der alltäglichen Zwangsarbeit wurde der Alltag der Häftlinge des Außenlagers Hamburg-Eidelstedt auch durch die katastrophale Unterbringung sowie unzureichende Bekleidung, Verpflegung und medizinische Versorgung geprägt. Nach den Berichten der Frauen waren immer 40 Frauen in einem Schlafraum untergebracht, wo sie auf mehrstöckigen Holzpritschen schliefen. Um sich zuzudecken, hatten die Frauen nur einen dünnen Strohsack. Besonders in den Wintermonaten war es in den Baracken oft sehr zugig und kalt. Zwar befand sich ein kleiner Ofen in jedem Raum, doch Walter Kümmel erlaubte es nur selten, dass die Frauen Holz sammeln durften, um ihre Schlafräume zu beheizen. Bekleidet waren die Frauen mit einem dünnen Overall und Holzschuhen. Jede Frau erhielt eine Garnitur Unterwäsche. Damit die Häftlinge bei einer eventuellen Flucht als solche erkennbar waren, wurden die Kleidungsstücke auf dem Rücken mit einem gelben Kreuz versehen. Jede Frau hatte ein Metallplättchen, auf dem die Häftlingsnummer stand. Im Herbst 1944 erhielten die Jüdinnen zusätzlich einen Mantel oder eine Jacke und ein Paar festere Schuhe für die Wintermonate, die sie allerdings Anfang März - trotz anhaltender Kälte - wieder abgeben mussten.
Für die Verpflegung der Häftlinge war die im Lager befindliche Häftlingsküche zuständig. Außer der warmen Flüssigkeit am Morgen erhielten die jüdischen Frauen mittags eine dünne "Wassergemüsesuppe" am Arbeitsplatz. Abends im Lager gab es wieder eine Suppe aus Kohl, manchmal mit Kartoffeln, dazu meistens ein Stück Brot, etwas Wurst und Margarine. Die Versorgung mit Lebensmitteln im Lager Eidelstedt war katastrophal und unzureichend. Die Lebensmittel erhielten kaum Fette, Vitamine, Eiweiße oder andere Mineralstoffe, was auf Dauer neben der Arbeitsbelastung und der mangelhaften Bekleidung und Unterbringung zwangsläufig zu einer Schwächung des Organismus der Frauen führen musste, wodurch kontinuierlich ein Teil der Frauen im Lager Hamburg-Eidelstedt erkrankte. Viele Häftlinge waren allerdings bemüht, aufgrund der Selektionserfahrungen von Auschwitz und den Drohungen von Walter Kümmel ihr Kranksein zu verheimlichen, da sie Angst hatten, als arbeitsunfähig ausgesondert und zur Vernichtung in ein anderes Lager überstellt zu werden.
Für die medizinische Versorgung der kranken Häftlinge im Lager Hamburg-Eidelstedt befand sich auf dem Lagergelände ein Krankenrevier, in dem eine Häftlingsärztin und eine Häftlingskrankenschwester tätig waren. Doch für die medizinische Versorgung der Frauen standen ihnen kaum Medikamente oder Verbandsmaterial zur Behandlung von Verletzungen zur Verfügung. Um Wunden zu nähen, kochte die Ärztin vorhandenes Nähgarn aus, Betäubungsmittel gab es nicht. Lediglich eine geringe Menge Aspirin stand der Ärztin zur Verfügung, um das besonders oft auftretende Fieber der Jüdinnen zu lindern.

Als im Frühjahr 1945 die sowjetischen Truppen von Osten und die englisch-amerikanischen Truppen von Westen her immer weiter in das Deutsche Reich hineindrängten, gab Himmler den Befehl, viele Außenlager zu räumen und die Häftlinge in sogenannte rückwärtige Lager zu verlegen. Im Zuge dessen wurden auch die jüdischen Frauen des Außenlagers Hamburg-Eidelstedt Anfang April 1945 in das Konzentrationslager Bergen-Belsen verlegt. Da es keine Unterlagen über diesen Transport gibt, kann über das Evakuierungsdatum und die Ankunft der Häftlinge in Bergen-Belsen nur spekuliert werden. Die meisten Überlebenden erinnern sich an eine Verlegung Anfang April 1945. Nach einer Zusammenstellung der Gedenkstätte Bergen-Belsen sollen zu dieser Zeit 451 Frauen des Außenlagers Hamburg-Eidelstedt Bergen-Belsen erreicht haben. Hedi Fried erinnert sich, dass sie zusammen mit anderen Gefangenen des Lagers Hamburg-Eidelstedt sehr kurzfristig während der Abendstunden in völliger Dunkelheit zum Bahnhof Eidelstedt gebracht wurde. Am Bahnhof wurden die jüdischen Frauen in verriegelte Güterwaggons gesperrt, in denen sie die ganze Nacht auf ihre Abfahrt warten mussten. Keine Frau wusste, wohin sie gebracht werden würden. Die Angst vor einer möglichen Erschießung kurz vor Ende des Krieges war sehr groß. Nach einer schlaflosen Nacht setzte sich der Zug in der Morgendämmerung in Bewegung. Durch die anhaltenden Bombenangriffe wurde der Häftlingstransport während der Fahrt mehrmals gestoppt. Nach den Erinnerungen der Überlebenden dauerte die Fahrt drei Tage und drei Nächte, bevor die jüdischen Frauen des Außenlagers Hamburg-Eidelstedt in Bergen-Belsen ankamen. Da es während des Transportes kaum Wasser oder etwas Essbares für die Frauen gab, kamen sie völlig entkräftet in Bergen-Belsen an. Am 15. April 1945 wurde das Lager Bergen-Belsen von den Engländern befreit. Wie viele Jüdinnen des Lagers Hamburg-Eidelstedt die letzten Kriegstage in Bergen-Belsen überlebt haben, ist nicht bekannt. Vermutlich starben viele Jüdinnen aus dem Lager Hamburg-Eidelstedt dort an völliger Entkräftung und Krankheit, da sich in Bergen-Belsen viele Häftlinge mit Typhus infiziert hatten.

Im Zuge der großen Evakuierungen vieler Lager im Deutschen Reich wurde das Außenlager Hamburg-Eidelstedt nach dem Abtransport der jüdischen Frauen in das Konzenterationslager Bergen-Belsen erneut belegt. Vermutlich Mitte April 1945 erreichten abermals 500 Frauen aus dem Außenlager Helmstedt-Beendorf - ebenfalls ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme - das Lager Hamburg-Eidelstedt. Die Häftlingsärztin Frau Dr. H. erinnert sich, dass sehr viele Frauen aus Helmstedt-Beendorf unter Flecktyphus litten. Im Zuge der Evakuierungen anderer Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme wurden weitere Frauen in das Lager Hamburg-Eidelstedt überstellt. Die letzten im Außenlager Hamburg-Wandsbek inhaftierten Frauen wurden Anfang Mai 1945 nach Eidelstedt gebracht. Eine Überlebende des Lagers Hamburg-Wandsbek erinnert sich an die Ankunft in Eidelstedt: "Dort fanden wir 200 typhuskranke Frauen. Sie lagen im Revier ... Sie sahen wie wahnsinnig aus, weil sie in ihrem eigenen Kot starben. Die Aufseherinnen begruben vier Frauen, die nach unserer Ankunft starben, hinter unserer Baracke..." Ebenso wie aus dem Außenlager Hamburg-Wandsbek wurden auch Häftlinge aus dem Außenlager Hamburg-Langenhorn/Ochsenzoll kurz vor Ende des Krieges nach Eidelstedt verlegt. Frau W. erreichte zusammen mit anderen Häftlingen das völlig überbelegte und stark verschmutzte Lager am 01.Mai 1945. Ein paar Tage bevor die englischen Truppen das Außenlager Hamburg-Eidelstedt erreichten, war Walter Kümmel geflohen. Am 03. Mai 1945 wurde das Lager von der Hamburger Polizei übernommen, bis am Morgen des 05. Mai 1945, zwei Tage nach der militärischen Besetzung Hamburgs, eine britische Panzereinheit die im Lager Hamburg-Eidelstedt inhaftierten Frauen befreite. Ähnlich wie in Bergen-Belsen bemühten sich die Engländer um die Versorgung der an Durchfällen und Erbrechen erkrankten Frauen. Sie waren gezwungen, das Lager zunächst unter Quarantäne zu stellen, um ein Ausbreiten der Typhusepidemie zu verhindern. Auf dem Lagergelände entdeckten die Engländer bei ihrer Ankunft etwa 30 vergrabene Leichen. Höchstwahrscheinlich waren diese Gefangenen in den letzten Tagen des Bestehens des Lagers an Typhus gestorben.

Über den Fortbestand der Baracken des Lagers Hamburg-Eidelstedt am Friedrichshulder Weg nach der Befreiung der Häftlinge gibt es unterschiedliche Aussagen von früheren Anwohnern. Wegen der drohenden Seuchengefahr sollen die Engländer das Barackenlager nach der endgültigen Räumung niedergebrannt haben. Andere Bewohner der Plattenbauhäuser erinnern sich, dass die Baracken nach dem Krieg von einer Holzfirma zur Materiallagerung genutzt wurden und in die ehemalige Baracke der Lagerleitung ein Kolonialwarengeschäft einzog. Wo einst die Baracken des Außenlagers Hamburg-Eidelstedt standen, befindet sich heute ein Kinderspielplatz und ein großer Fußballplatz, die zu den vielen Häusern der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SAGA der Uecker- und Randowstraße gehören. Damit die Geschichte dieses Ortes nicht in Vergessenheit gerät und im Bewusstsein der dort heute lebenden Bevölkerung bleibt, erinnern am Randes des ehemaligen Lagergeländes eine Gedenktafel und ein großer Gedenkstein an das frühere Außenlager Hamburg-Eidelstedt des Konzentrationslagers Neuengamme.

Informationen über das KZ im Friedrichshulder Weg siehe auch KZ Gedenkstätte Neuengamme


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